Tag18.Zurück ins Tal von Bujaruelo
- jy-s89
- 16. Juni
- 1 Min. Lesezeit
Am Morgen zeigte sich die Sonne, als wäre der Sturm des Vortages nie da gewesen. Frisch ausgeruht machte ich mich auf den Weg und stieg zunächst wieder ins Tal hinunter. Sobald ich wieder Empfang hatte, legte ich eine Pause ein. Nach den Stunden ohne Verbindung gab es einiges nachzuholen.
Der Weg führte mich schließlich bis zum Campingplatz von Bujaruelo, wo ich nun die Nacht verbringe. Hier endet meine heutige Etappe, bevor morgen die Entscheidung über den weiteren Verlauf ansteht.
Geplant wäre der Aufstieg zum Refugio Góriz. Die Strecke dorthin gilt als eine der eindrucksvollsten im Nationalpark Ordesa y Monte Perdido. Das Ordesa-Tal wird oft mit einem europäischen Grand Canyon verglichen – ein Ort, den man eigentlich gesehen haben muss. Genau deshalb beschäftigt mich die Entscheidung so sehr.
Allerdings ist das Refugio, wie so oft, überbucht. Sollte ich dennoch aufsteigen, müsste ich oberhalb von 2.000 Metern zelten, denn nur dort ist das Biwakieren im Nationalpark erlaubt. Im Moment weiß ich noch nicht, welchen Weg ich morgen wählen werde.
Für heute spielt das aber keine Rolle mehr. Ich liege in meinem Etagenbett auf dem Campingplatz, lasse die vergangenen beiden Tage Revue passieren und genieße das Gefühl, wieder trocken und sicher unter einem Dach zu sein. Morgen wird sich zeigen, ob es weiter hinauf in die Hochgebirgswelt von Ordesa geht oder ob ein anderer Plan entsteht. Abenteuer genug bieten die Pyrenäen ohnehin jeden Tag aufs Neue.






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