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Tag 6. Muskilda im Nebel

  • jy-s89
  • vor 2 Tagen
  • 1 Min. Lesezeit

Heute stand der Aufstieg nach Muskilda auf dem Programm. Mir wurde erzählt, dass man von dort oben bei gutem Wetter stundenlang auf die Bergwelt blicken kann. Die Fotos zeigen, wie es bei mir aussah: Nebel, Regen und Wind.


Statt grandioser Fernsicht gab es heute vier Stunden lang nasse Kleidung, durchnässte Wege und Wasser in den Schuhen. Wie hoch der Wasserstand darin am Ende wirklich war, möchte ich lieber nicht wissen. Es war einer dieser Tage, an denen man einfach Schritt für Schritt weitergeht.


Kurz vor meinem Ziel in Ochagavía entdeckte ich die Kapelle von Muskilda. Anna von der Aue hatte mir schon vorgeschwärmt, wie schön sie sein soll. Leider war sie geschlossen. Der Weg dorthin und vor allem wieder hinunter hatte es allerdings in sich. Für die Knie war das eine echte Herausforderung. Dabei habe ich mich mehr als einmal gefragt, wie die Menschen früher ihr Essen und Material dort hinaufgebracht haben.


Jetzt sitze ich endlich im Trockenen. Mein Zimmer habe ich kurzerhand in eine kleine Trockenstation verwandelt. Kleidung, Schuhe, Ventilator – alles läuft auf Hochtouren, damit morgen wieder ein trockener Start möglich ist.


Anstrengend, nass und teilweise ziemlich stressig – aber genau solche Tage gehören wohl auch zum Pilgern dazu.


Buen Camino!

 
 
 

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