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Tag 29.Andorra hinter mir

Heute klingelte der Wecker früh. Um 7:00 Uhr wurde ich von meiner Unterkunft zur Busstation gebracht. Von dort ging es weiter zur nächsten Busstation – heute war also ausnahmsweise kein Wandertag, sondern ein Reisetag.

Ich muss zwei Etappen überspringen, weil die Übergänge auf knapp 2.900 Metern noch voller Schnee liegen. Das Risiko ist mir einfach zu groß. Also tausche ich für zwei Tage die Wanderschuhe gegen den Bus und hoffe, dass ich danach wieder sicher auf den GR unterwegs sein kann.


Frühstück gab es um diese Uhrzeit leider keines. Also ging es ohne Frühstück los.


Mir geht es gut, aber die Stadt erschlägt mich ehrlich gesagt ein wenig. Nach so vielen Tagen in den Bergen sind die vielen Menschen, Autos, Busse und der ganze Trubel ziemlich ungewohnt. Verrückt, wie schnell man sich an die Ruhe gewöhnt. Umso mehr freue ich mich darauf, morgen endlich wieder bergauf laufen zu dürfen.


Kulinarisch habe ich inzwischen eine kleine Leidenschaft entdeckt: geröstetes Toastbrot mit passierten Tomaten und einem guten Schuss Olivenöl. Klingt simpel, schmeckt aber unglaublich gut. Hätte mir das vor ein paar Wochen jemand erzählt, hätte ich wahrscheinlich nur gelacht.


Ich versuche, es mir auf diesem kleinen Zwischenstopp gut gehen zu lassen. Aber ich weiß auch: Morgen um 8:30 Uhr werde ich wahrscheinlich schon wieder klatschnass geschwitzt sein – und daran wird sich bis zum Abend auch nichts ändern. Genau so soll es auf dieser Reise sein.


 
 
 

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