Tag 26.Vom Refugio dera Restanca zum Refugio de Colomèrs
- jy-s89
- 27. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Leichte Etappe? Von wegen…
Der Tourenplan versprach eine gemütliche Etappe vom Refugio dera Restanca zum Refugio de Colomèrs. Auf der Karte sah das auch ganz harmlos aus. Die Realität hatte jedoch ihre ganz eigene Interpretation von „leicht“.
Statt gemütlich einem Tal zu folgen, führte der Weg über drei Übergänge – und jedes Mal wieder hinunter, nur um im nächsten Tal erneut aufzusteigen. Doch wer sich darüber beschweren wollte, wurde spätestens beim nächsten See wieder sprachlos. Ich bin inzwischen im seenreichsten Gebirge der Welt unterwegs, und tatsächlich scheint hier jedes Tal noch schöner zu sein als das vorherige. Kristallklare Bergseen, schroffe Granitgipfel und immer wieder neue Ausblicke – jeder Anstieg wurde belohnt.
Am Übergang zum Estanh de Montcasau traf ich einige unserer Weggefährten zu einer letzten gemeinsamen Picknickpause. Es war ein wunderschöner Abschied nach vielen gemeinsam erlebten Kilometern. Zum Schluss zog einer der Jüngeren sogar den Hut vor meinem Alter. Sein Kommentar: „Crazy old man.“ Ich nehme das einfach mal als Kompliment. 🙄
Der Còth de Riberta auf 2.323 Metern verlangte zwar noch einmal alles, aber der Blick von oben war jede Mühe wert. Diese endlose Kette aus Seen und Bergen bleibt unvergesslich.
Am Nachmittag erreichte ich schließlich das Refugio de Colomèrs, traumhaft gelegen direkt an einem Stausee. Schon die Lage hätte gereicht, um diesen Ort zu einem Highlight zu machen – doch dann kam das Abendessen.
Einstimmiges Urteil an unserem Tisch: Das beste Essen aller Refugios bisher. Und als hätte die Küche geahnt, wie viele Höhenmeter wir in den Beinen hatten, wurde jeder Gang für unseren Neunertisch gleich doppelt serviert. Niemand musste lange überlegen.
Kalorien müssen schließlich wieder rein. Und nach diesem Tag waren sie mehr als verdient.





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